Mit Holzhammer und Brechstange in die Digitalisierung?

Der Coronavirus und die Politik bestimmen derzeit den Weg in die Digitalstrategie

  • Digitalisierung sollte nachhaltig und langfristig angelegt werden
  • Upcycling ist der entscheidende Baustein für Ihre bestehende Hardware
  • Lassen Sie sich nicht drängen und werden Sie zum Gestalter
  • Verbinden Sie Systeme und entfesseln Sie Kommunikations- und Datenflüsse

Digitalisierung verschlafen, wegdiskutiert, kein Budget und/oder keine Zeit gehabt? Und nun getrieben durch Pandemie und Politik mit Brechstange und Holzhammer mitten hinein ins unkontrollierte Digitalisierungschaos. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann geht es Ihnen vermutlich wie viele andere Unternehmen. Die gute Nachricht ist, dass viele Unternehmen bereits seit Jahren - sowohl auf der Andwender- als auch auf der Herstellerseite - daran gearbeitet haben, (digitale) Produkte und auch Blueprints in den Markt zu bringen, die nun genutzt werden können. Gerade Collaborationslösungen wie beispielsweise Skype, Microsoft Teams, Slack, Zoom, Google Meet und Co. sind hoch im Kurs der einzelnen Unternehmen, um zumindest einen Teil der Nähe zum Kollegen zu erhalten. Damit schaffen Sie es zwar, die aktuellen Anforderungen an die Situation einigermaßen abzudecken, aber es ist mehr ein hineinstolpern und weniger ein kontrollierter und gut durchdachter Einstieg in den kontinuierlichen Digitalisierungsprozess. Sollte das also der Weg sein, den Ihr Unternehmen in diesen zugegeben schwierigen Zeiten einschlägt? Nein! Strategie, Portfoliodesign, Integrationsmöglichkeiten, Plattformdesign, Architekturentscheidungen, Verkaufskanäle, Marketingstrategien usw. sind nicht einmal ansatzweise ein Teil dieses Vorgehens. Ziel sollte es sein, handlungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben. Jetzt in Krisenzeiten, aber auch langfristig ein eigenes digitales Portfolio zu planen und aufzubauen. Denn damit macht man sich unabhängig von anderen Beschränkungen.

Wie kommt man mit der aktuellen Systemlandschaft in die digitale Welt?

Eine gute Frage, denn oftmals sind in vielen Unternehmen Ressourcen und Material vorhanden, die nicht dafür gedacht und gebaut worden sind, einmal ein Teil einer voll integrierten Systemlandschaft oder gar eines digitalen Produktes zu werden. Industrieanlagen, Feuermelder, Rauchmelder, Funksysteme (beispielsweise DMR & TETRA), Zugangskontrollen, SIP-Telefonie, GPS und Bluetooth-Ortung, Pager, Collaborationsplattformen und vieles mehr gilt es zu vernetzen. Auch Software-basierte Lösungen sind nicht immer vorhanden und auch oftmals nicht einfach realisierbar, da bisher noch viel mit Drähten und Schrauben gelöst worden ist. Es fehlt also auch hier an Know-how, Infrastuktur und Ressourcen. Zusammengefasst: Wir haben zum Teil alte Hardware, wenig Digitalstrategie und viele Herausforderungen. Super gelaufen!

Upcycling statt Abfalltonnen

Zum Glück leben wir in Zeiten, in denen Ingenieure und Entwickler Ihre Ideen schnell realisieren können, da viel technisches Fundament in den letzten Jahren geschaffen worden ist. Dies beginnt mit der kleinen Erfindung der Cloud und deren Manifestation in komplexen und globalen dynamischen Infrasturktur- und Softwarebausteinen, welche man mit einer Kreditkarte buchen kann, und endet bei 3D-Druckern. Damit kann jeder Einzelne von uns mit seiner Kreditkarte mit globalen Großkonzernen auf technischer Ebene mithalten. Wahnsinn. Dies löst einige Herausforderungen, die wir haben, wenn es darum geht, die Digitalisierung richtig anzugehen. Doch längst nicht alle. Das größte Brett ist die bestehende Hardware, die bisher für sich lebte und damit auch sehr zufrieden war. Doch nun muss dieser kontaktscheue Muffel dazu bewegt werden, seine Komfortzone zu verlassen und mit anderen an der frischen Luft zu spielen. Man könnte den Muffel auch ersetzen, aber das ist teuer. Das Zauberwort heißt hier Upcycling.

Upcycling, Substantiv, /ˈʌpˌsaɪ.klɪŋ/: Die Tätigkeit der Herstellung neuer Möbel, Gegenstände usw. aus alten oder gebrauchten Sachen oder Abfallstoffen

Alte Hardware wird mit neuen Fähigkeiten ausgestattet und/oder einem neuen Verwendungszweck zugeführt und somit eine Verjüngungskur angeboten. Dazu muss je nach System mal mehr oder weniger Aufwand betrieben werden. Im einfachsten Fall kann man eine Ethernetkarte in die Harware stecken, im schwierigsten Fall muss man sogar eigene Mikrocontroller oder Hardwareplatinen designen, produzieren und passende Software entwickeln. Klingt abstrakt?

Ein Beispiel

Viele Krankenhäuser, Gerichte und Pflegeheime haben eine Inhaus-Notrufzentrale (INZ 450) im Betrieb. Diese ist nicht mehr ganz der Stand der Technik und lässt sich auch nicht in andere Systeme integrieren. Mit unserer Emergency One ist es möglich, die vorhandene Zentrale zu tauschen und die restliche vorhandene Peripherie (Funktaster und Empfänger) zu behalten. Damit besteht die Möglichkeit, die Alarmierungsdaten nun vielfältig zu nutzen. Die Daten können in Weboberflächen angezeigt, in Collaborationslösungen integriert, auf Funktgeräte oder Smartphones geleitet werden und vieles mehr.

Emergency One

Auf geht‘s!

Sie sehen, es gibt also viele Möglichkeiten und viele Themen, die es allerspätestens nun zu adressieren gilt. Also packen wir es an!

  1. Entwickeln Sie eine Digitialisierungsstrategie, die zu Ihrem Unternehmen und Ihrer Unternehmenskultur passt. Es gibt kein Patentrezept!
  2. Konzentrieren Sie sich auf die Zeit nach Corona. Denn die wird es geben und die wird entscheidend und wichtig sein.
  3. Gehen Sie keine Kompromisse ein. Befreien Sie Ihre alte Hardware und gestalten Sie die Zukunft proaktiv mit dem deutschen Entwicklergeist, den wir schon immer in uns hatten.

Haben Sie noch Fragen? Wollen Sie Themen oder Herausforderungen gerne mal mit jemand anderem diskutieren? Dann kontaktieren Sie uns einfach.